ÖBB errichten neues Bahnhofsmanagement für Wien

15. Mai 2001, 13:41
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"1.000 Hände" für einen schönen Bahnhof

Wien - Die ÖBB sind auf dem Weg zu einer neuen Bahnhofskultur. Mit der Schaffung eines neuen und zeitgemäßen Bahnhofsmanagements wollen die ÖBB einen wesentlichen Schritt im Rahmen einer Qualitätsoffensive für die Bahnhöfe setzen. Ziel ist es, die Attraktivität der Bahnhöfe und Haltestellen österreichweit zu steigern und den Wünschen der Kunden entsprechend anzupassen. Die Wiener Bahnhöfe, die die höchste Frequenz an Reisenden in ganz Österreich aufweisen, stellen dabei laut ÖBB eine besondere Herausforderung dar. Die Neugestaltung des äußeren Erscheinungsbildes, Sauberkeit mit Qualitätskontrollen und eine wirtschaftliche Führung des Bahnhofes stehen im Sinne eines Center-Managements im Mittelpunkt.

200 Millionen schilling für Reinigung

Im Jahr 2001 wird laut den ÖBB ein Rekordwert von knapp 200 Mill. S (rund 14,5 Mill. Euro) für die Reinigung der Bahnhöfe und Haltestellen in ganz Österreich ausgegeben. Das sind rund 40 Prozent mehr als noch in den vergangenen Jahren. Auftragnehmer der Arbeiten sind die Spezialisten des ÖBB Geschäftsbereichs Gebäude und Anlagen Services. Die BahnhofsmanagerInnen sind für den gezielten Einsatz dieser Mittel verantwortlich. Qualitätskontrollen sowohl auf Seiten des Auftraggebers als auch des Auftragnehmers garantieren einen gleichbleibend hohen Reinigungsstandard.

Privater Sicherheitsdienst

Im Bereich der Sicherheit wurde der private Sicherheitsdienst "Group 4" mit der Überwachung der Ordnung am Bahnhof beauftragt. Die im Sommer vergangenen Jahres entwickelte Hausordnung ist Grundlage dieser Arbeit. Den Fahrgästen optimale Sicherheit auf Bahnhöfen zu gewährleisten ist eines der Basiselemente eines modernen Bahnhofsmanagements und steigert die Attraktivität der Bahnhöfe und damit der Bahn als Verkehrsmittel selbst.

"Entrümpelungsaktion Bahnhof"

Einen Schwerpunkt im Jahr 2001 stellt die "Entrümpelungsaktion Bahnhof" dar. "1000 Hände" werden dafür sorgen, das Gesamterscheinungsbild entsprechend zu verbessern. Abbau von nicht mehr benötigten Automaten, kundengerechtes Aufstellen von Wartebänken, Entfernen alter und unübersichtlich präsentierter Informationen, d.h. Einschränken des Plakatwildwuchses, wurden als Beispiele genannt. (APA)

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