US-Studie offenbart: Oscar-Preisträger leben länger

15. Mai 2001, 12:14
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Der Stress, die begehrte Trophäe gewinnen zu wollen, fällt weg

Philadelphia - Oscar-Preisträger leben laut einer US-Studie fast vier Jahre länger als ihre nicht ausgezeichneten Kollegen. "Sobald man den Oscar bekommt, gibt dies einem ein Gefühl von Frieden und etwas erreicht zu haben, das das ganze Leben lang anhalten kann", erklärt der Co-Autor der Studie, Medizinprofessor Donald Redelmeier. Dies verändere den Umgang mit Stress. Oscar-Preisträger werden durchschnittlich 79,7 Jahre, ihre Kollegen 75,8 Jahre alt.

Auch wenn Schauspieler immer wieder betonen, schon die Nominierung sei das Wesentliche, hat der am Dienstag in den "Annals of Internal Medicine" veröffentlichten Studie zufolge allein der Preisgewinn Auswirkungen auf ein längeres Leben. Unter den lediglich Nominierten sei ein solcher Effekt nicht feststellbar. Wer den Oscar mehrmals bekommt, dem geht es der Studie zufolge noch besser: Diese Preisträger werden durchschnittlich sechs Jahre älter als ihre Kollegen. Die Studie stützte sich auf Daten von rund 1.500 Schauspielern und Schauspielerinnen.

Beispiele für Oscar-Gewinner im stolzen Alter von über 80 Jahren sind Katharine Hepburn oder Anthony Quinn. Hepburn - mit vier Oscars - wurde am Samstag 94, Quinn ist 86. (APA/AP)

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