80 Prozent im Fernsehen sind unfassbarer Müll

15. Mai 2001, 11:13
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Harald Schmidt kann es "nicht mehr ertragen"

Harald Schmidt (43), TV-Talkmaster, lässt an seinem Medium kaum ein gutes Haar. "Wenn man sagt, 80 Prozent (des Fernsehprogramms) sind unfassbarer Müll, tut man niemandem Unrecht. Ich kann es nicht mehr ertragen", sagte Schmidt am Montagabend bei den 24. Mainzer Tagen der Fernseh-Kritik. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem bei der Medien-Tagung thematisierten "Fernsehen für die Spaßgesellschaft" sei unnütz. "Ich begreife nicht, dass das Thema so ernst genommen wird."

Die Kritiker sollten es so halten wie er und abschalten. "Nach drei Sekunden sage ich: 'Weg!'". In der Fernsehbranche komme es heute nur noch auf die Einschaltquoten an, beklagte Schmidt im Gespräch mit Roger Willemsen weiter. Auch kein Fernsehchef behaupte noch, dass etwas anderes zähle. Auf seine Show im Privatsender SAT.1 angesprochen, sagte Schmidt, er gehe mit seinen Gästen heute milder um als beim Start vor knapp sechs Jahren. "Ich bin mittlerweile auf eine fast widerliche Art verständnisvoll geworden", meinte der 43- Jährige. (APA)

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