Wiener City-Marathon: Langsamster Läufer gewinnt 1.000 Schilling Umweltpreis

15. Mai 2001, 11:28
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Schadstoffbelastung sinkt während des Rennens um 90 Prozent

Wien - Am kommenden Sonntag wird der Wiener City-Marathon die Luftqualität in Wien deutlich verbessern. "Wer langsam läuft, hält die Strecke möglichst lange autofrei und sorgt für eine deutlich niedrigere Schadstoffbelastung", heißt es beim VCÖ. Der Verkehrsclub Österreich verleiht daher der letztplatzierten Person den mit 1.000 Schilling dotierten "VCÖ-Umweltpreis 2001".

"Laufen ist gesund - nicht nur für die Laufenden, sondern auch für die Umwelt", erklärte VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Messungen in den vergangenen Jahren ergaben, dass die Schadstoffbelastungen in Wien während des Marathons stark verringert und die Luftqualität spürbar besser wird.

"Die Werte von Stickstoffdioxid (NO2) und Schwefeldioxid (SO2) gingen um fast 90 Prozent zurück, jene von Stickstoffmonoxid (NO) und Kohlenmonoxid (CO) sogar um 95 Prozent." Der Verkehr sei Hauptverursacher für die "dicke Luft" in Wien. Der Verkehr verursacht 70 Prozent des emittierten Kohlenmonoxids, 50 Prozent der Stickoxide und 20 Prozent des Schwefeldioxids.

Im Vorjahr gewann Daizo Miyahara in einer Zeit von 6:09:47, das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast sieben Stundenkilometern. Im Jahr 1999 genoss der Sieger des VCÖ-Umweltpreises das Laufen um 40 Sekunden länger. Seine Siegerzeit: 6:10:27 Stunden. Beide Läufer hatten ihr Herz am richtigen Fleck und spendeten ihre Siegerprämie an die Kinder-Krebs-Hilfe bzw. an die Roten Nasen. (APA)

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