"Nobelpreis für Musik" geht an Stockhausen, Bacharach und Moog

15. Mai 2001, 12:08
posten

Für "Revolutionierung der Klangwelt"

Stockholm - Der deutsche Komponist Karlheinz Stockhausen, der US-Unterhaltungsmusiker Burt Bacharach und der Erfinder des Synthesizers, Robert Moog, sind am Montag in Stockholm mit dem Polarpreis ausgezeichnet worden. Zusammen mit den Urkunden aus der Hand von Schwedens König Carl XVI. Gustaf erhielten die drei Preisträger jeweils eine Million Kronen (111.080 Euro/1,53 Mill. S).

Der Polarpreis wurde 1989 vom früheren Manager der Popgruppe Abba gestiftet, der damit einen Nobelpreis für Musik schaffen wollte. Seit 1992 wird er meist an einen Preisträger aus der Unterhaltungs- und einen aus der "ernsthaften" Musik vergeben. Bisher ging die Auszeichnung unter anderem an den Ex-Beatle Paul McCartney, den Jazztrompeter Dizzy Gillespie, Rockstar Bruce Springsteen, den Komponisten Pierre Boulez sowie an den Geiger und Dirigenten Isaac Stern.

In der Begründung der Vergabe an den 72 Jahre alten Stockhausen hieß es, der Deutsche habe in mehr als 50 Jahren als Komponist "große Integrität und nie schwindende Kreativität" gezeigt und bei der musikalischen Weiterentwicklung in vorderster Front gestanden. Der ebenfalls 72 Jahre alte Burt Bacharach, der vor allem in den sechziger Jahren zahlreiche Welthits wie "Raindrops Keep Falling On My Head" schrieb, sei einer der "absolut wichtigsten Architekten moderner Popmusik", hieß es weiter. Der 1934 geborene US-Amerikaner Robert Moog wurde für die "Revolutionierung der Klangwelt" durch die Konstruktion des nach ihm benannten Mini-Moogs geehrt. Er hatte 1967 den ersten Synthesizer erfunden. (APA/dpa)

Share if you care.