ÖGB-Kritik an vorzeitiger Ablöse des AUA-Vorstandes

15. Mai 2001, 10:13
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Von wegen "Arbeiten bis 65"

Wien - Die vorzeitige Abberufung des Austrian Airlines-Vorstandsduo, Herbert Bammer und Mario Rehulka, die AUA-Aufsichtsratschef und ÖIAG-Vorstand Johannes Ditz namens der Hauptaktionärin ÖIAG verkündete, ist einigermaßen merkwürdig", stellte der Leitende Sekretär im ÖGB, Richard Leutner, fest. Vor allem die Begründung ihrer Ablöse nach einer "geplanten Verjüngung" des Managements verwundert einigermaßen, so Leutner.

Bundeskanzler Schüssel an der Spitze als Eigentümervertreter der ÖIAG tauscht das AUA-Vorstandsduo gegen "Jüngere" aus und verkündet gleichzeitig, dass "Arbeiten bis 65 Jahre 'in' ist", kritisiert Leutner.

Schüssel will zwar, dass bis 65 Jahre gearbeitet wird, als oberster Eigentümervertreter der ÖIAG, die im Besitz der Republik Österreich ist, will er aber offensichtlich davon nichts wissen. Denn das bisherige Vorstandsduo wird nun mit der Begründung nach einem Übergang auf ein "verjüngtes Management-Team" ausgewechselt. Bammer ist 60 Jahre, Rehulka 59 Jahre alt - also weit entfernt von der Vorstellung "Arbeiten bis 65". Also doch zu alt zum Arbeiten? Nach der Forderungen aber auch zu jung für die Pension. "Was gilt nun Herr Bundeskanzler?" (APA)

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