Head mit höheren Verlusten

15. Mai 2001, 18:29
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Vorstandschef Eliasch: Schuhbereich wird abgegeben - Aktie legt zu

Rotterdam/Wien - Der Sportartikelhersteller Head schrieb im ersten Quartal 2001 höhere Verluste. Wie das an den Börsen Wien und New York notierte Unternehmen mit Sitz in Rotterdam am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt gab, stieg der Nettoverlust heuer in den ersten drei Monaten von rund 300.000 Dollar auf 1,7 Mill. Dollar (1,9 Mill. Euro/26,7 Mill. S). Deutlich höher fiel auch der Verlust vor Steuern und außerordentlichen Positionen aus eingestellten Segmenten mit rund 900.000 (200.000) Dollar aus.

Der Umsatz der Head-Gruppe sank im ersten Quartal dieses Jahres von 79,9 auf 77,4 Mill. Dollar. Head-Vorstandschef Johan Eliasch begründete den Umsatzrückgang mit der anhaltenden Euro-Schwäche, bei vergleichbaren Wechselkursen wären etwas höhere Umsätze erzielt worden.

Laut Eliasch hat Head von Jänner bis März in die Markteinführung und das Marketing für neue Produkte (wie zum Beispiel die Head Snowboard-Linie und die Head Intelligence Rackets) investiert. Diese Investitionen sollten sich in der zweiten Jahreshälfte positiv auswirken, wie es weiter hieß.

Aktie legt zu

Die Head-Aktien stiegen nach sehr volatilem Handel um 3,00 Prozent auf 5,15 Euro (74.447 gehandelte Stück in Einfachzählung), nachdem sie zeitweise bis zu sechs verloren hatten.

Schuhbereich an Romika

Der Schuhbereich, mit dem im Jahr 2000 17 Mill. Dollar (19,4 Mill. Euro/267 Mill. S) umgesetzt wurden, soll wie am Dienstag bekannt wurde, ausgegliedert werden. Head hat einen 5-jährigen Lizenzvertrag mit dem deutschen Schuhproduzenten Romika unterzeichnet. Romika wird ab Jänner 2002 die gesamte Sport-, Outdoor-, Freizeitschuh- sowie Boots-Erzeugung (nicht die Schihschuhproduktion) für Head übernehmen. Ein Großteil der Mitarbeiter in diesem Bereich werde zu Romika wechseln, hieß es weiter.

Bis jetzt hat Head seine Schuhe in Asien produzieren lassen. Die traditionsreiche deutsche Schuhfirma Romika mit Sitz in Trier wurde in den vergangen Jahren vom Ex-adidas-Chef und Aufsichtsratsvorsitzenden der Head N.V. Rene Jäggi wieder auf Vordermann gebracht. Auch Romika produziert in Asien. Die Head Performace Footwear soll als eigener Bereich innerhalb von Romika geführt werden. (APA)

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