Angst vor "Badeschilling" in den Bundesländern

15. Mai 2001, 09:21
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Befürchtungen wegen verkaufter Gewässer der Bundesforste

Wien - "Absoluter Unsinn", sagt Erwin Klissenbauer von den Bundesforsten (ÖBF). Die Landespolitiker - jedenfalls einige - sorgen sich dennoch. Es geht um Seen und Gewässer, die die Bundesforste verkaufen wollen - und deren Benützung, sind sie erst einmal in privater Hand, kostenpflichtig werden könnte.

Salzburgs SP-Landesrat Othmar Raus warnte am Montag als erster: Baden oder Paddeln dürfe mit dem möglichen Verkauf von Gewässerparzellen durch die Bundesforste nicht plötzlich kostenpflichtig werden. Unterstützung erhielt er von der oberösterreichischen Landesrätin Ursula Haubner (FPÖ), auch sie sprach sich gegen einen "Badeschilling" aus. Landesrat Walter Aichinger (VP) hielt sozial verträgliche Gebühren dagegen für akzeptabel - derzeit würden eben Parkplatzgebühren eingehoben. Befürchtungen gibt es auch seitens des Kärntner Landesrates Herbert Schiller (SPÖ).

In Vorarlberg sei der "Badeschilling" kein Thema, hieß es in Bregenz. Nach dem Wissen der Bundesforste in Tirol gebe es diesen Plan zwar österreichweit, Tirol sei aber nicht betroffen. Dem genau widerspricht jedoch Klissenbauer: Es gäbe keinerlei Beschlüsse des ÖBF-Vorstandes. (APA)

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