Uni-Personalvertreter votieren für Streik

14. Mai 2001, 19:29
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Dienststellenausschüsse setzen auf Widerstand

Wien - Immer mehr Dienststellenausschüsse an den Universitäten plädieren in Resolutionen für Streik. Es geht um das umstrittene neue Dienstrecht. Zuletzt hat sich am Montag die gewerkschaftliche Betriebsversammlung der Lehrenden an der Uni Linz dafür ausgesprochen, am 29. Mai einen eintägigen Streik abzuhalten. Darüber hinaus will man sich weitere Kampfmaßnahmen offen halten. Über eine Arbeitsniederlegung muss noch das Präsidium der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst entscheiden.

Am 22. Mai soll es eine letzte Verhandlungsrunde über die Reform geben. Diese sieht befristete Dienstverträge vor. Die Gewerkschaft fürchtet, dass zahlreiche Uni-Angehörige plötzlich ihren Job verlieren. Ähnliche Diskussionen gibt es zurzeit auch in Deutschland. Dort soll das Professorengehalt leistungsabhängig gestaltet werden.

Österreichweit sind ab morgen bis einschließlich Donnerstag die Studenten zu Hochschülerschaftswahlen aufgerufen. 230.000 Personen sind stimmberechtigt. Die Studentenparteien sind zum Dienstrecht der Lehrenden gespalten. (DER STANDARD Print-Ausgabe, 15. 5. 2001)

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