Mehr als 10.000 Vietnamesinnen nach China verkauft

14. Mai 2001, 18:13
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Zeitung: 1.800 Frauen flüchteten nach Vietnam zurück

Hanoi - Mehr als 10.000 Vietnamesinnen sind nach einem Zeitungsbericht in den vergangenen Jahren nach China verkauft worden. Die Zeitung "Nong Thon Ngay Nay" berichtete am Montag unter Berufung auf das Ministerium für öffentliche Sicherheit, 1.829 Frauen seien zusammen mit ihren 200 Kindern von chinesischen Vätern zurück nach Vietnam geflüchtet.

Menschenschmuggler brächten die Frauen als Touristinnen nach China, wo sie chinesische Männer heiraten, als Hausmädchen oder Prostituierte arbeiten müssten, hieß es weiter. Die Zeitung gab keinen Zeitrahmen für den Schmuggel an, bezog sich aber vermutlich auf die Zeit nach 1991, als beide Länder nach einem kurzen Grenzkrieg 1979 wieder diplomatische Beziehungen aufnahmen.

Vietnamesinnen sind bei ausländischen Männern als Ehefrauen beliebt. Allein in Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) heirateten nach offiziellen Angaben in den vergangenen Jahren mehr als 10.000 Frauen Ausländer. Die Männer sind meist Taiwanesen oder Amerikaner vietnamesischer Herkunft. (APA/AP)

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