Rutelli gesteht Niederlage ein

15. Mai 2001, 16:45
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"Ich anerkenne den legitimen Wahlsieg der Mitte-Rechts-Allianz"

Rom - Der Führer des italienischen Mitte-Links-Wahlbündnisses, Francesco Rutelli, hat seine Niederlage bei den Parlamentswahlen vom vergangegen Sonntag eingestanden. "Ich anerkenne den legitimen Wahlsieg der Mitte-Rechts-Allianz", sagte Rutelli. Zuvor hatte Innenminister Enzo Bianco verkündet, dass Silvio Berlusconis Mitte-Rechts-Bündnis im Senat eine absolute Mehrhheit errungen habe.

"Berlusconi muss Interessenkonflikt beseitigen"

Das rechte Parteienbündnis Berlusconis, "Haus der Freiheiten", sei der legitime Sieger des Urnengangs vom Sonntag, sagte Rutelli. Zugleich betonte der ehemalige Bürgermeister der italienischen Hauptstadt, Berlusconi habe das sich selbst gesteckte Ziel nicht erreicht. Der Parteichef der Forza Italia hatte auf die absolute Mehrheit in beiden Parlamentskammern gehofft.

Rutelli, der eine starke Oppositionspolitik ankündigte, forderte den voraussichtlich nächsten Regierungschef zudem auf, politische und wirtschaftliche Interessen strikt zu trennen. Dieser "Konflikt" müsse schnell gelöst werden, betonte Rutelli.

Nach Angaben des italienischen Innenministeriums errang Berlusconis Bündnis im Senat die absolute Mehrheit. Auch im Abgeordnetenhaus kann das "Haus der Freiheiten" Hochrechnungen zufolge mit der absoluten Mehrheit rechnen. Nach dem schlechten Abschneiden der Grünen schlug ihr Vorsitzender, der scheidende Landwirtschaftsminister Alfonso Pecoraro Scanio, die Auflösung seiner Partei vor. Er wolle dies am Dienstag bei der Vorstandssitzung anregen, sagte Scanio. Die Allianz zwischen Grünen und der sozialistischen SDI - Sonnenblume - hatte Hochrechnungen zufolge knapp zwei Prozent der Stimmen erhalten. (APA/Reuters)

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