"Viel Porzellan wurde zerschlagen"

14. Mai 2001, 16:45
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Ditz: Neubesetzung nicht politisch motiviert

Wien - Die AUA habe ein "schwieriges und turbulentes Wirtschaftsjahr" hinter und ein "ganz wichtiges" Jahr vor sich, meinte AUA-Aufsichtsrats-Chef und ÖIAG-Vorstand Johannes Ditz am Montag vor Journalisten. Die Integration der Töchter Lauda Air und Tyrolean Airways in das Stammhaus sei eine "gewaltige Herausforderung". Weiters sei die Position der AUA künftig in der Star Alliance zu stärken, die Kapitalmarktorientierung müsse stärker in den Vordergrund gerückt werden, einige Rechtsstreitigkeiten seien noch zu lösen.

Über die Gründe für die vorzeitige Ablöse hielt sich Ditz bedeckt: Derzeit sei das "richtige Klima", den Übergang auf ein verjüngtes neues Managementteam einzuleiten, das diese Integration fortführe, darauf habe sich das AUA-Präsidium geeinigt.

Positives Bilanzergebnis

Trotz der schwierigen Situation im Jahr 2000 habe die AUA ein positives Bilanzergebnis erzielt, die Übernahme der Lauda Air sei optimal abgewickelt worden, der derzeitige Vorstand habe gute Arbeit geleistet, bemerkte Ditz. Es sei jedoch "nicht zu leugnen, dass im gesamten Investor Relations-Bereich und in der Öffentlichkeitsarbeit einiges an Porzellan zerschlagen wurde".

Dass der Wechsel im Vorstand bzw. die anstehende Neubesetzung politisch motiviert sein könnte, wies Ditz zurück: "Über den künftigen AUA-Vorstand entscheidet ausschließlich der AUA-Aufsichtsrat, Zwischenrufe werden den Aufsichtsrat nicht tangieren", so Ditz.

Der Betriebsrat sehe dem Wechsel mit gewissen Ängsten und Unsicherheiten entgegen, weiß Ditz, der sich heute mit dem Betriebsrat getroffen hat: "Wir werden aber so vorgehen, dass wir diese Sorgen zerstreuen können". (APA)

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