Mobilkom wird um slowenische UMTS-Lizenz nicht mitsteigern

14. Mai 2001, 16:37
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1,7 Mrd. S Mindestgebot zu hoch - Angeblich nur ein Angebot eingetroffen

Entgegen früherer Ankündigungen wird der österreichische Handynetzbetreiber Mobilkom Austria nun doch nicht an der Versteigerung der slowenischen UMTS-Lizenzen teilnehmen. Die Kosten für ein Mindestgebot in der Höhe von 27 Mrd. Tolar (124,2 Mill. Euro/1,71 Mrd. S) seien wirtschaftlich nicht vertretbar, erklärte Mobilkom-Chef Boris Nemsic am Montag in einer Presseinformation. Die Frist für die Angebotslegung war am Montagmittag zu Ende. Gerüchten zufolge soll nur ein Anbieter ein Angebot für die drei zur Vergabe stehenden UMTS-Lizenzen gelegt haben.

Einfach zu teuer

Die Kosten für eine UMTS-Lizenz in diesem Land kämen derzeit "einer betriebswirtschaftlichen Dauerschädigung eines Betreibers gleich". Der Mindestpreis von umgerechnet 1,71 Mrd. S entspreche UMTS-Ausgaben von 1.002 S pro Kopf. Die tschechische Republik hingegen schreibe UMTS-Lizenzen für 199,5 S, Griechenland für 92,2 S und Polen für 66,0 S pro Kopf aus.

Nemsic appelliert an die derzeit in Gründung befindliche slowenische Regulierungsbehörde, vernünftige Grundlagen für die Mobilfunkentwicklung des Landes zu schaffen. Sollten die Ausschreibungsbedingungen geändert werden, werde die Mobilkom neu prüfen, ob ein Teilnahme an der Slowenischen UMTS-Versteigerung über die Tochter si.mobil sinnvoll erscheint. (APA)

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