Männerabteilung: Vier oder sechs, das ist die Frage

14. Mai 2001, 21:00
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Riess-Passer prüft, ob Leitung ausgeschrieben werden muss oder nicht

Wien - Das von Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer geführte Ministerium für öffentliche Leistung und Sport prüft, ob die Leitung der neuen Männerabteilung bei Sozial- und Generationenminister Herbert Haupt ausgeschrieben werden muss oder nicht. Wie lange diese Prüfung dauern wird, war nicht zu erfahren. Ein Grundsatz gilt: Je "wichtiger" die Abteilung, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie per Gesetz ausgeschrieben werden muss.

Evaluiert wird konkret, ob es sich bei der Männerabteilung um eine Abteilung "A1 vier", "A1 fünf" oder "A1 sechs" handelt.

A1 vier wird von einer Mitarbeiterin des Ministeriums als eine kleinere Abteilung beschrieben, die weniger wichtig ist und deren LeiterInnen monatlich 6000 S weniger verdient als die Führung einer A1 sechs. Rein gesetzlich ist es nicht nötig, die Leitung einer solchen Abteilung auszuschreiben.

Anders ist die Sache für Abteilungen der Typen "A1 fünf" und "A1 sechs". Sie müssen auf alle Fälle ausgeschrieben werden. "A1 sechs" ist eine größere Abteilung, die wichtige gesetzliche Materien vorzubereiten hat.

Haupts Pressesprecher Gerald Grosz lässt durchblicken, dass sein Chef eher dazu neigt, die Leitung der Männerabteilung auszuschreiben. Selbst wenn dies rein gesetzlich nicht nötig wäre. Laut bisherigen Informationen arbeiten in der neuen Männerabteilung derzeit drei bis vier MitarbeiterInnen.(lyn)

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