IBM expandiert durch Informix-Deal Datenbankgeschäft in Osteuropa

14. Mai 2001, 15:03
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Neue Märkte über Wien - 2.400 Mitarbeiter werden weltweit übernommen

Wien - Der weltweit tätige US-Computerkonzern IBM plant sein Datenbankgeschäft kräftig ausbauen. Mit der international tätigen Informix Software, die auch in Österreich vertreten ist, hat "Big Blue" für 1 Mrd. Dollar (1,14 Mrd. Euro/15,7 Mrd. S) den weltweit viertgrößten Anbieter für Datenbankmanagementsysteme mit einem Marktanteil von 7 Prozent und einem Jahresumsatz von 807 Mill. Dollar gekauft. Die Zustimmung der Kartellbehörden und der Informix-Aktionäre sei noch ausständig, gelte aber als wahrscheinlich, sagte der Informix-Managing Director für Österreich, Schweiz und Südosteuropa, Dragutin Ivaci, am Montag in Wien. Der Deal solle bis zum 3. Quartal abgeschlossen sein.

IBM plane 2.400 der derzeit 2.500 weltweiten Informix Software-Mitarbeiter zu übernehmen. Die Zahl der IBM-Mitarbeiter im Datenbank-Management würde damit sprunghaft von 3.600 auf 6.000 ansteigen. Profitieren werde IBM vor allem vom guten Kundenstamm im Bereich Osteuropa, den Informix seit 1997 systematisch von Wien aus erschlossen habe, so Ivaci.

Im vergangenen Jahr habe sich der Osteuropa-Umsatz des Datenbankspezialisten jedenfalls verdreifacht. Durch die Akquistion kaufe sich IBM in die Märkte Bulgariens, Tschechiens und der Slowakei ein. In Rumänien steige der Konzern zusätzlich ins Bankengeschäft, in Kroatien in den Bereich Verwaltung ein.

IBM Österreich-Softwarechefin Tatjana Oppitz bezeichnete den Informix-Deal am Montag als "sehr erfolgreich". IBM sei im Datenbankbereich zuletzt um 64 Prozent gewachsen. Der Personalbedarf sei daher enorm.

(APA)

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