Michaelis und Hable ziehen in Böhler-Uddeholm-Aufsichtsrat ein

14. Mai 2001, 15:01
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Hauptversammlung segnete Aktienrückkauf und höhere Dividende ab

Wien - Im Aufsichtsrat des börsenotierten Edelstahlkonzerns Böhler-Uddeholm sitzen nun zwei neue Manager: In das Gremium wurde am Montag von der Hauptversammlung (HV) der Auslandsösterreicher Peter Michaelis gewählt, der zum zweiten Vorstand der staatlichen Industrieholding ÖIAG (Hauptaktionärin von Böhler-Uddeholm) nominiert ist. Für den neuen zweitgrößten Einzelaktionär, die "BU Industrieholding", zog der Linzer Unternehmer Ernst Hable, einer ihrer Gesellschafter, in den Aufsichtsrat ein.

Der Ex-ÖIAG-Chef Rudolf Streicher bleibt bei Böhler-Uddeholm weiter Aufsichtsratschef. Der derzeitige ÖIAG-Alleinvorstand Johannes Ditz, künftig ÖIAG-Vorstandssprecher, führt auch in Zukunft den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitz.

Höhere Dividende

Für das Rekordjahr 2000 belohnt Böhler-Uddeholm die Aktionäre mit einer deutlich höheren Dividende. Laut HV-Beschluss werden pro Aktie 2,5 (1999: 2,0) Euro ausgeschüttet, eine Basisdividende von 2,0 Euro und ein Bonus von 50 Cent. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 41 Prozent und - gemessen am Aktienkurs per Ende 2000 (34,5 Euro) - einer Dividendenrendite von 7,3 Prozent.

Abgesegnet wurde heute auch ein Aktienrückkaufprogramm, mit dem der Vorstand von der Hauptversammlung ermächtigt wurde, Böhler-Aktien von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals unter anderem für einen Stock Options Plan zurückzukaufen, der noch heuer umgesetzt werden soll.

Hauptaktionär der Böhler-Uddeholm AG - das Unternehmen gilt bei Werkzeugstahl als Weltmarktführer - ist mit 25 Prozent die ÖIAG. Wie berichtet ist zuletzt die in Linz ansässige BU-Industrieholding einer österreichischen Investorengruppe rund um die Familien Fries und Hable nach eigenen Angaben mit "gut 5 Prozent" bei Böhler-Uddeholm eingestiegen und damit zu einem neuen Kernaktionär geworden. Die restlichen Anteile von knapp 70 Prozent sind in Streubesitz.

Das Geschäftsjahr 2000 hat Böhler-Uddeholm mit Rekordwerten sowohl bei Umsatz als auch Ergebnis abgeschlossen. Der Betriebserfolg (EBIT) legte um 45 Prozent auf 125,7 Mill. Euro (1,73 Mrd. S) zu, bei einem Umsatzplus von 14 Prozent auf 1,48 Mrd. Euro. Unterm Strich konnte im Vorjahr ein mit 67 Mill. Euro um 64 Prozent höherer Jahresüberschuss erzielt werden. (APA)

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