Wer hat, dem wird gegeben

15. Mai 2001, 14:21
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Kontostand der Reichen und Superreichen betrug im vergangenen Jahr 27 Billionen Dollar

Bad Homburg - Die Reichen und Superreichen sind der Krisenstimmung auf den weltweiten Kapitalmärkten zum Trotz im Jahr 2000 noch reicher geworden. Das Vermögen von Privatanlegern mit einem Kontostand von mehr als einer Millionen Dollar (ohne Immobilienvermögen) stieg weltweit um sechs Prozent auf 27 Bill. Dollar (30,8 Bill. Euro/423 Bill. S). Dies geht aus dem soeben heute von Merrill Lynch und Cap Gemini Ernst & Young veröffentlichten "World Wealth Report 2001", dem fünften Jahresbericht der beiden Unternehmen zu diesem Themenkomplex, hervor.

Superreiche mit einem Finanzvermögen von mehr als 30 Mill. Dollar gibt es mehr als 57.000 auf der Welt - rund drei Prozent mehr als 1999. Sie verfügen über 8,37 Bill. Dollar. Insgesamt ist die Zahl der Millionäre um 2,9 Prozent auf nahezu 7,2 Millionen gestiegen.

Starke Zunahme der Millionäre in Europa

Die zahlenmässig stärkste Zunahme der Millionäre war in Europa mit sechs Prozent auf die Zahl von 2,3 Millionen zu verzeichnen - damit haben rund ein Drittel aller Millionäre ihren Wohnsitz auf diesem Kontinent. Allerdings besitzen sie "nur" 26,8 Prozent des weltweiten Privatvermögens. Denn nach wie vor steckt rund ein Drittel des Privatvermögens in Nordamerika. Als einzige konnten die asiatischen Millionäre im vergangenen Jahr ihr Vermögen nicht steigern. Waren sie noch 1999 auf der Gewinnerseite mit einem Plus von 22 Prozent, sank ihr Vermögen 2000 um rund neun Prozent. Schwer wog vor allem die schlechte Konjunktur in Japan und die Börsenflaute unter anderem in Hong Kong und Singapur.

Für die kommenden Jahre rechnen Merrill Lynch und Cap Gemini Ernst & Young mit einem weiteren Vermögenszuwachs. Rund 39,7 Billionen Dollar werden, so die Prognose, im Jahr 2005 auf den Konten der Reichen und Superreichen zu finden sein. (APA)

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