Erneut Gefechte in südserbischer Krisenregion

14. Mai 2001, 18:25
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Albanische Quellen melden zwei Tote - Keine Bestätigung aus Belgrad

Belgrad - In der südserbischen Krisenregion hat es auch in der vergangenen Nacht sporadische Schießereien zwischen albanischen Extremisten und serbischen Sicherheitskräften gegeben, meldete der Belgrader Sender "B-92" am Montag unter Berufung auf Albaner-Kreise. In der Umgebung des Dorfes Oraovica, etwa 1,5 Kilometer südlich von Presevo, soll es dem Sender zufolge zwei Todesopfer gegeben haben. Offizielle serbische Stellen haben die Berichte zunächst nicht bestätigt.

Oraovica, das am vergangenen Wochenende zum Schauplatz jüngster Zwischenfälle geworden war, liegt außerhalb der fünf Kilometer breiten Pufferzone. In Belgrad wird erwartet, dass die NATO den jugoslawischen Sicherheitskräften die Rückkehr in den letzten Teil der Pufferzone an der administrativen Grenze zwischen Serbien und dem Kosovo gestattet. Es handelt sich um eine etwa 85 Kilometer lange Zone in den Kommunen Presevo und Bujanovac, die seit letztem November ständig Schauplatz von Zwischenfällen gewesen ist.

Der Belgrader Militäranalytiker Ljubodrag Stojadinovic hat die geplante Rückkehr der serbischen Sicherheitskräfte in diese Region als eine "sehr delikate" Angelegenheit bezeichnet. Zwischenfälle würden diese Operation aber nicht verhindern, erklärte Stojadinovic gegenüber dem Belgrader Sender "B-92". Die Zahl von Angehörigen der "Befreiungsarmee von Presevo, Medvedja und Bujanovac" (UCKPMB) in der südserbischen Pufferzone hat Stojadinovic auf etwa 3.000 bis 4.000 eingeschätzt. (APA)

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