In der Steiermark werden 382 Pflichtschullehrer-Posten gestrichen

14. Mai 2001, 13:59
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Frage der Supplierungen weiter offen

Landesregierung beschloss Dienstpostenplan 2001/02 - SPÖ sieht nur Minus von 80 für gerechtfertigt an Graz - Der am Montag von der Steiermärkischen Landesregierung mit VP-FP-Mehrheit beschlossene Dienstpostenplan für das kommende Schuljahr (2001/02) sieht eine Reduktion der Planstellen für Pflichtschullehrer von 9.433 auf 9.051, also um 382 Stellen, vor. Der zuständige Landesrat Hermann Schützenhöfer (V) begründete dies mit einerseits weniger Schülern und andererseits den Bestimmungen im Finanzausgleichgesetz, das ein neues Verhältnis Schüler - Lehrer vorgebe.

Die Schülerzahl sei von 98.339 auf 96.823 gesunken, erläuterte Schützenhöfer. Der größere Teil der Einsparungen resultiere aber auch dem Finanzausgleichsgesetz, dessen Bestimmungen zu 70 Prozent und in den darauf folgenden Jahren zu jeweils zehn Prozent erfüllt werden müssten.

Wer zahlt Supplierungen?

Laut Schützenhöfer sei die Frage der Supplierungen noch offen. Bislang seien diese vom Bund bezahlt worden, nun habe man vom Land her zwei Prozent in den Dienststellenplan eingerechnet. Darüber hinaus gehender zusätzliche Stunden - erfahrungsgemäß liegt die Zahl der supplierten Stunden bei 3,5 Prozent -, etwa auch für Stützungslehrer für nicht deutschsprachige Kinder, könnten aber nicht mehr mitgetragen werden, so der Landesrat.

Für die SPÖ meinte Landeschef LHStv. Peter Schachner-Blazizek, dass es sich in Wirklichkeit um eine Reduktion von 570 Planposten handle, wenn man die Supplierungen einrechne. Gerechtfertigt sei auf Grund des Schülerrückgangs aber nur ein minus von 80 Posten. Schuld sei das Finanzausgleichsgesetz, gegen das die SPÖ der Landes-VP wiederholt - vergeblich - eine Verfassungsklage angeboten habe. (APA)

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