RZB-Entscheidung zu Polens Postbank verzögert sich

14. Mai 2001, 13:50
posten

Bewertung der Kooperation noch nicht abgeschlossen

Wien - Für die österreichische Raiffeisen Zentralbank (RZB) verzögert sich die Abgabe eines verbindlichen Offerts für einen Einstieg bei der polnischen Postbank (Bank Pocztowy). "Im Hintergrund sind immer noch einige Fragen zu klären", sagte RZB-Sprecher Andreas Ecker zur APA. Laut Ecker hat die RZB nun bis 15. Juni Zeit, um ein bindendes Kaufangebot zu legen, nachdem am vergangenen Freitag die schon einmal verlängerte Frist verstrichen ist. Im Ausschreibungsverfahren um Polens Postbank ist die RZB über ihre Polen-Tochter Raiffeisenbank Polska einziger Verhandlungspartner der polnischen Post, die derzeit zwei Drittel der Pocztowy-Aktien hält.

"Wegen der nicht genau definierten Rolle der Post im Vertriebsnetz der Bank Pocztowy könne die RZB derzeit noch kein endgültiges Offert abgeben", sagte Ecker heute. Noch lasse sich der Wert der Kooperation zwischen Post und Pocztowy Bank nicht beziffern, dies müsse nun polnischerseits bis 15. Juni geklärt werden.

Die Bank Pocztowy hat eine Bilanzsumme von 280 Mill. Euro (3,9 Mrd. S), sie beschäftigt 785 Mitarbeiter. Die Bankzentrale ist in Bydgoszcz, mit 80 Filialen wird ganz Polen betreut. Neben den eigenen Filialen nutzt die Postbank vor allem mehr als 7.800 Postämter als Vertriebsschiene. (APA)

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