"El Pais": Nationalisten hätten von Polarisierung profitiert

14. Mai 2001, 14:33
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"El Correo": "Der wahre Verlierer ist der spanische Staat"

Madrid - Zum Ausgang der regionalen Parlamentswahlen im spanischen Baskenland schreibt die linksliberale Madrider Zeitung "El Pais"am Montag, die Nationalisten hätten letztlich von der Polarisierung profitiert. Allgemein war ein Sieg der gesamtspanischen Parteien - konservative Volkspartei PP und sozialdemokratische PSE vorausgesagt worden.

"Die Nationalisten haben von der Polarisierung der politischen Szene im Baskenland profitiert. Der drastische Stimmenverlust der radikalen Separatisten ist eine gute Nachricht. Die nächste Legislaturperiode wird nicht von Manövern dieser Anti-System-Partei bestimmt werden. In einer Hinsicht trafen die Wähler eine klare Entscheidung: Die Terroristen von der ETA verloren politisches Terrain.

"Der wahre Verlierer ist der spanische Staat"

Damit ist aber der Kampf gegen die terroristische Gewalt noch nicht gewonnen. Nun sollten die baskischen Nationalisten und die spanischen Parteien sich in grundlegenden Dingen verständigen. Die Wähler stellten die Politiker vor eine schwere Aufgabe. Diese sollten jetzt beweisen, dass sie die Gemeinsamkeit der Demokraten wiederherstellen können."

"El Correo" erklärte, die Strategie der spanischen Regierung habe versagt. "Der wahre Verlierer ist der spanische Staat und sein Plan, den baskischen Nationalismus zu zerstören", schrieb die separatische Zeitung "Gara". Die rechtsgerichtete "ABC"erklärte, die Wähler im Baskenland hätten eine historische Chance vergeben. (APA/dpa)

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