Brain Force steigerte Ergebnis um 58 Prozent

14. Mai 2001, 12:07
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Schweizer Tochterfirma wird in Konkurs geschickt

Der Wiener Softwarehersteller Brain Force hat das Betriebsergebnis des ersten Quartals gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 57,8 Prozent auf 672.070 Euro (9,25 Mill. S) gesteigert, der Umsatz von 16,9 Mill. Euro konnte um 38,4 Prozent übertroffen werden. Dies teilte das Unternehmen am Montag mit. Das EBITDA stieg gegenüber dem 1. Quartal 2000 um 94 Prozent auf 1,24 Mill. Euro.

Die Ergebnisse der Gesellschaften in Österreich, Deutschland, Italien und Holland lägen alle deutlich über Plan, besonders hervorzuheben sei die Entwicklung in Österreich und Italien. Das Konzernergebnis des 1. Quartals hätte aber noch deutlich besser ausfallen können, würde das Ergebnis aber durch die "krasse Zielverfehlung in der Schweiz" nicht getrübt, teilte das Unternehmen mit.

Die 1gravity AG in Zürich weist nach der ad hoc-Mitteilung ein negatives Betriebsergebnis von 343.756,41 Euro aus. Die Produktentwicklung sei aber bereits zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres in die Zentrale nach Wien verlegt worden, damit seien die Kosten in der 1gravity AG deutlich reduziert worden.

Die Vermutung, dass nicht nur krasse Managementfehler zu einer auffällig hohen Kostenstruktur geführt haben, sondern möglicherweise auch Untreue vorliegen könnte, werde zur Zeit eingehend geprüft, so Brain Force. Als sofortige Konsequenz habe sich die Gesellschaft von dem Geschäftsführer Joseph Kuhn fristlos getrennt und rechtliche Schritte eingeleitet, um Schadenersatzansprüche geltend zu machen. Die 1gravity AG habe die Geschäftstätigkeit bereits eingestellt und werde Konkursantrag stellen. (APA)

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