Serbischer Ministerpräsident Djindjic sieht "schwarze Zukunft" für Montenegro

14. Mai 2001, 11:23
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... und bezeichnet Djukanovic als "archaischen" Politiker

Belgrad - Der serbische Ministerpräsident Zoran Djindjic hat den montenegrinischen Präsidenten Milo Djukanovic als "archaischen" Politiker bezeichnet. "Menschen der Zukunft sind für Integration", meinte Djindjic in einem Gespräch mit der Belgrader Presseagentur Fonet.

Djindjic kritisierte die Pläne des montenegrinischen Bündnisses "Der Sieg ist Montenegros" von Djukanovic, eine Regierungskoalition mit dem Liberalen Bund einzugehen, der einzigen Partei Montenegros, die sich von Anfang an der Wahrung des föderalen jugoslawischen Staates widersetzt hat. "Wenn sie (Sieg ist Montenegros) eine Regierung mit den Liberalen eingehen, worüber soll man dann noch reden", meinte der serbische Ministerpräsident, der für eine Regierungskoalition zwischen den zwei entgegengesetzten größten Bündnissen plädiert.

Djindjic sieht eine "schwarze Zukunft" für Montenegro, wenn es sein "Haus auf 53 Prozent" bauen sollte. Diesen Stimmenanteil hatten die Anhänger der staatlichen Unabhängigkeit bei der Parlamentswahl am 22. April erhalten. (APA)

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