Gesunkenes Atom-U-Boot "Kursk" soll bis September geborgen werden

14. Mai 2001, 10:39
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Kosten dürften mehr als 1,5 Milliarden Schilling ausmachen

Moskau - Das im Vorjahr in der Barentssee verunglückte russische Atom-U-Boot "Kursk" soll bis zum 20. September dieses Jahres geborgen werden. Dieses Datum nannte am Montag Russlands Vize-Regierungschef Ilja Klebanow, wie die Agentur Interfax berichtete.

Noch in dieser Woche werde ein entsprechender Vertrag mit einem internationalen Firmen-Konsortium unterzeichnet. Zu dem Konsortium gehören die niederländischen Spezialfirmen Heerema Marine Contractors und Smit Tak sowie der norwegische Ableger des US-Unternehmens Halliburton.

Ein genaues Datum für den Beginn der Operation nannte Klebanow nicht. Der gesamte Einsatz werde drei Monate in Anspruch nehmen. Nach den bisherigen Plänen des für die Bergung zuständigen Konstrukteursbüros Rubin in Sankt Petersburg soll zunächst der stark beschädigte Bug der "Kursk" abgetrennt werden. Danach soll die 18.000 Tonnen schwere "Kursk" von Spezialschiffen im Unterwassertransport in ein Dock im Marinehafen Murmansk gebracht werden.

Die "Kursk" war nach mehreren Explosionen an Bord am 12. August 2000 mit 118 Mann Besatzung aus immer noch ungeklärter Ursache untergegangen. Als wahrscheinlichste Ursache gilt inzwischen die Explosion eines defekten Torpedos beim Abfeuern aus dem Boot.

Im Herbst vergangenen Jahres waren in einer mehrwöchigen Aktion die Leichen von zwölf Besatzungsmitgliedern aus der "Kursk" geborgen worden. Die für dieses Jahr geplante Bergungsaktion kostet nach unbestätigten Angaben bis zu 100 Millionen Dollar (114,0 Mill. Euro/1,57 Mrd. S) . (APA/dpa)

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