Keine Verbesserung der Menschenrechtslage seit Präsidentenwechsel im Kongo

14. Mai 2001, 11:37
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Rund 200 politische Gefangene inhaftiert oder verschollen

Kinshasa/Nairobi - In der Demokratischen Republik Kongo sind nach Informationen der "Afrikanischen Vereinigung für die Verteidigung der Menschenrechte" (ASADHO) rund zweihundert politische Gefangene inhaftiert oder verschollen. Wie die Organisation am Wochenende in der Hauptstadt Kinshasa erklärte, habe sich auch unter der neuen Regierung von Präsident Joseph Kabila an der schlechten Menschenrechtslage in dem Bürgerkriegsland bisher nichts geändert.

In Zusammenhang mit der Ermordung von Kabilas Vater und Amtsvorgänger Laurent-Desire Kabila im Jänner seien zahlreiche Unschuldige verhört und festgenommen worden. "Wir wissen, dass etliche Menschen im Gefängnis sitzen, nur weil sie auf irgendwelchen Familienfotos verdächtiger Personen abgebildet sind", erklärte ASADHO-Vorsitzender Amigo Ngonde. Entgegen anders lautenden Versprechen des jungen Präsidenten würden noch immer zahlreiche Oppositionelle in Gefängnisse gesteckt, wo es dann keine Informationen über ihren Verbleib gebe. Kabila hatte im vergangenen Monat die Schließung dieser geheimen Haftanstalten zugesagt.(APA/dpa)

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