Neofaschistische MSI im Senat

14. Mai 2001, 03:21
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Dank Pakt mit Berlusconis Mitte-Rechts-Allianz

Rom - Der neofaschistische MSI (Movimento Sociale Italiano) feiert den Erfolg des Oppositionschefs Silvio Berlusconi. Dank eines lokalen Wahlpakts mit der oppositionellen Mitte-Rechts-Allianz gelang dem MSI-Kandidaten in der sizilianischen Stadt Siracusa, Luigi Caruso, am Sonntag der Sprung in den Senat. Caruso erhielt die Stimmen aller Wähler des Mitte-Rechts-Blocks und gewann nach Hochrechungen 42,54 Prozent der Stimmen. Der Kandidat der Mitte-Links-Koalition, Mario Occhipinti, Staatssekretär im Verkehrsministerium musste sich mit 28,42 Prozent der Stimmen begnügen.

Nach dem Wahlpakt zwischen Berlusconi und dem MSI verzichtete die neofaschistische Partei auf die Aufstellung eigener Kandidaten in den Regionen Latium und Sizilien, um Berlusconis Bündnis keine Stimmen streitig zu machen. Im Gegenzug überließ der Chef der "Forza Italia" den Neofaschisten den Wahlkreis Avola bei Siracusa kampflos, in dem Caruso seine Kandidatur eingebracht hatte.

Berlusconi war wegen der lokalen Allianz mit dem MSI scharf angegriffen worden. Italienische Medien schrieben von einem "Teufelspakt". Wegen der Allianz mit dem MSI war der Oppositionschef auch in die Schusslinie europäischer Medien geraten. Laut bisherigen Exit Polls erhielt der MSI insgesamt nur knapp ein Prozent der Stimmen. (APA)

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