EVN-Paket des Verbunds soll an E.On gehen

13. Mai 2001, 20:58
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Verkauf über deutsche Investmentbank noch im Mai

Wien - Der Verkauf des 15-prozentigen EVN-Aktienpakets des Verbunds soll laut "Presse" in kürze realisiert werden. Die Vorentscheidung sei hinter den Kulissen bereits gefallen, schreibt die Zeitung in ihrer Wochenendausgabe. Das Aktienpaket soll noch im Mai an eine deutsche Investmentbank veräußert werden. Die Bank fungiere dabei nur als Mittelsmann, letztendlich werde das Aktienpaket "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit beim deutschen Energieriesen E.On landen", zitiert die Presse Insiderkreise, mit dem der Verbund seit Monaten über die Zusammenlegung der Wasserkraftwerke in eine gemeinsame Gesellschaft verhandelt.

Problematisch könnte allerdings sein, dass das Schicksal der meisten EVN-Aktien des Verbunds ist über einen Syndikatsvertrag mit dem der EVN-Aktien von Estag und Energie AG bis Ende 2002 verknüpft ist. Sollte einer der Partner den Verkauf der Verbund-Aktien beeinspruchen, gebe es aber einen Ausweg: Der Verbund bekommt einen Teil des Geldes bereits jetzt, der syndizierte Teil der Aktien wechselt erst nach Auslaufen des Vertrags den Eigentümer, schreibt die "Presse". Durch den Verkauf an eine Investmentbank könnten sich Verbund und Republik Österreich als Mehrheitseigentümer auch Vorwürfen entziehen, direkt an einen atomstromproduzierenden Ausländer verkauft zu haben.

Fest stehe, dass der Verbund für jede EVN-Aktie mehr als 51 Euro bekommen werde und so die Anteile zumindest zum Einstandspreis loswerden könnte, so die Presse. An der Börse werde die EVN-Aktie derzeit bei knapp 33 Euro gehandelt. Der Erlös von rund 3,6 Mrd. S könnte dem Verbund zudem bei der Finanzierung der Übernahme von 25 Prozent der Energie AG Oberösterreich gelegen kommen. (APA)

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