Transnistrien verhindert Einreise von moldawischem Präsidenten

13. Mai 2001, 18:52
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Woronin hält diese Aktion als Provokation zur Sabotage der Friedensgespräche

Chisinau - Die Separatisten in Transnistrien haben dem moldawischen Präsidenten Wladimir Woronin die Einreise verweigert. Woronin war am Samstag auf dem Weg in das Kloster in Noul Neamt, wo Mönche gegen die Ernennung eines Bischofs protestieren, der ihrer Ansicht nach den Separatisten und ihrer theologischen Lehre zu nahe steht.

Woronin wartete etwa 30 Minuten an der Grenze und kehrte dann in die Hauptstadt Chisinau zurück. Er sprach von einer Provokation zur Sabotage der Friedensgespräche. Woronin will sich am 16. Mai mit dem Separatistenführer Igor Smirnow treffen, um eine Wiedervereinigung des Landes zu erörtern. Ein Krieg zwischen den Rebellen jenseits des Dnjestr und der moldawischen Regierung kostete 1992 rund 1.500 Menschen das Leben. (APA)

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