Infineon: Keine Milliardenförderungen von EIB

14. Mai 2001, 14:14
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Kohl-Kircher: Es handelt sich um ein "günstiges Darlehen" - Verhandlungen mit EU-Bank laufen seit vier Jahren

Klagenfurt - Dem Villacher Halbleiterhersteller Infineon Technologies stellte am Montag klar, dass er von der Europäischen Investitionsbank (EIB) keine "Milliardenförderung" erhalten werde, wie dies in einem Nachrichtenmagazin berichtet wurde. Es handle sich vielmehr um "ein günstiges Darlehen", sagte Infineon-Finanzchefin Monika Kohl-Kirche.

"Es schenkt uns niemand Geld", meinte Kohl-Kircher. Sie bestätigte allerdings die Verhandlungen mit der EIB, die seit vier Jahren laufen würden und jetzt kurz vor dem Abschluss stünden. Die Höhe des geförderten Darlehens will die Infineon-Finanzchefin erst nach Unterzeichnung der Vereinbarung bekannt geben. Dazu werde es Ende Juni in Wien eine gemeinsame Pressekonferenz von Infineon und EIB geben.

Das Nachrichtenmagazin "Format" berichtet in seiner jüngsten Ausgabe von einer Finanzspritze für Infineon durch die EIB von über einer Milliarde Schilling (13,76 Mrd. S). Kohl-Kircher wollte dazu nichts sagen, bestätigte aber, dass der von der EIB zu erwartende Betrag Teil des 4,15-Milliarden-Investitionspaketes im laufenden Geschäftsjahr - von Oktober bis Oktober - sei. (APA)

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