Finanz nahm heimische Friseursalons unter die Lupe

13. Mai 2001, 20:30
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Verdacht der Steuerhinterziehung

Wien - Steuerfahnder haben im Rahmen einer Großrazzia bei 69 heimischen Friseursalons wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung Buchhaltungsunterlagen durchwühlt und Festplatten von Firmen-PCs beschlagnahmt, berichtet das Nachrichtenmagazin Format in seiner jüngsten Ausgabe. Die Ermittlungen laufen noch.

Laut Format ähnelt die Aktion der Steuerfahnder frappant jener gegen Gastronomen vor zwei Jahren. Im Falle der Friseure filzte die Finanz vor allem Ketten mit mehr als drei Filialen - darunter die Gruppa l'Ultima sowie die Nobelcoiffeure Bundy & Bundy.

Die Steuerfahnder hegten den Verdacht, dass die Spezialsoftware der Traiskirchner Software-Unternehmung Microcash Anleitungen zur Steuerhinterziehung beinhalte, so das Magazin. Microcash (Unternehmensslogan: "Coiffeur-Software & more - Wege zur Umsatzoptimierung") hat 3000 Friseure in ganz Österreich mit dem Programm beliefert und wurde im Rahmen der Großrazzia der Finanz ebenfalls durchsucht, heißt es in dem Bericht weiter. (APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14. 5. 2001)

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