Arafat-Stellvertreter in den USA ...

13. Mai 2001, 20:23
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Paris und Berlin suchen Position - Ungezogen gegen Österreich

Der Stellvertreter des Palästinenserpräsidenten Yassir Arafat, Mahmud Abbas, ist als erster hochrangiger Repräsentant der palästinensischen Autonomiebehörde seit dem Antritt der Bush-Regierung am Wochenende in Washington eingetroffen. Abbas alias Abu Mazen soll am heutigen Montag oder am Dienstag US-Außenminister Colin Powell treffen. Gegenstand der Gespräche ist der Untersuchungsbericht des früheren US-Senators Mitchell und dessen Empfehlungen für ein Ende des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern. Ein israelischer Panzer hat am Samstag ein Flüchtlingslager im Gazastreifen beschossen und dabei einen Palästinenser getötet. (Reuters)


Paris und Berlin suchen Position

Ungeachtet deutlicher Meinungsverschiedenheiten zur Reform der EU wollen Deutschland und Frankreich beim EU-Gipfel in Göteborg Mitte Juni eine gemeinsame Position zur Osterweiterung der Union präsentieren, kündigte Außenminister Hubert Védrine an. Nach einem Essen in Paris am Freitagabend hatten Frankreichs Präsident Jacques Chirac und Bundeskanzler Gerhard Schröder Differenzen über langfristige Reformfragen eingeräumt. (AFP)


Ungezogen gegen Österreich

Das Programm des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder, der sich bei seinem Wien-Besuch am 25. und 26. Mai mehr Zeit für Treffen mit Regierungskritikern als für seinen Amtskollegen Wolfgang Schüssel nimmt, sorgt in Deutschland weiterhin für Aufsehen. "Das ist eine Ungezogenheit gegenüber Österreich", sagte der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Edmund Stoiber zum STANDARD. "Das halte ich für ein völlig unmöglichesVerhalten. Wenn man einen offiziellen Besuch macht, dann gehört es sich, dass er zuerst den Regierungschef spricht. Ich habe den Eindruck, dass Schröder nicht korrekt zwischen seiner Position als deutscher Bundeskanzler und SPD-Chef unterscheidet." Der Chef der Europäischen Liberalen, der FDP-Politiker Werner Hoyer, kritisierte den Ablauf des Besuchs als "politisch dumm". (afs)

O FÜHRUNGSWECHSEL - Die Delegiertenversammlung der Schweizer Christlich-Demokratischen Volkspartei (CVP) wählte Philipp Stähelin zu ihrem neuen Parteichef.

(DER STANDARD, 14.5.2001)
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