Iran: 30 Kandidaten zu Präsidentschaftwahl zugelassen

13. Mai 2001, 17:40
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Bewerber müssen sich zu den Idealen der Islamischen Revolution bekennen

Endgültige Liste für Freitag angekündigt Teheran - Die Zahl der zur iranischen Präsidentenwahl zugelassenen Kandidaten ist vom Wächterrat bis auf 30 Namen zusammengestrichen worden. Das meldete der amtliche iranische Rundfunk. Die Namen der verbliebenen Kandidaten wurden aber noch nicht veröffentlicht. Der Wächterrat, das mit hohen konservativen Geistlichen besetzte oberste Schiedsgremium des Iran, werde die endgültige Kandidatenliste am Freitag publik machen, hieß es.

Ursprünglich hatten sich 814 Personen um das Präsidentenamt beworben. Am Donnerstag hatte der Wächterrat diese Kandidaten bis auf 49 abgelehnt. Bis Samstag wurde die Liste noch einmal bis auf 30 zusammengestrichen. Präsidentschaftskandidat darf im Iran nur ein Moslem werden, der im politischen oder religiösen Leben des Landes aktiv ist und sich zu den Idealen der Islamischen Revolution bekennt.

Unter den noch im Rennen befindlichen Kandidaten befindet sich Amtsinhaber Mohammed Khatami, der große Chancen auf eine Wiederwahl hat, Verteidigungsminister Ali KhamKhani und der konservative frühere Geheimdienstminister Ali Fallakhian. (APA)

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