Annäherung zwischen Ägypten und Sudan

14. Mai 2001, 10:26
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Sudan wird Unterstützung des Terrorismus nachgesagt

Sharm el Sheikh - Der ägyptische Staatspräsident Hosni Mubarak hat der sudanesischen Regierung versprochen, sich auf internationaler Ebene für sie zu verwenden. Der sudanesische Staatschef General Omar Hassan el Beshir dankte Mubarak bei einem Treffen im ägyptischen Badeort Sharm el Sheikh für dessen Unterstützung. Die spektakuläre Annäherung wurde durch die Entmachtung des islamistischen Chefideologen des Regimes in Khartum, Hassan el Tourabi, vor wenigen Monaten ermöglicht. Der Sudan gilt als Unterstützerstaat von Terrorgruppen. Mubarak hatte die Machthaber in Khartum beschuldigt, die fundamentalistischen Kämpfer auszubilden, die einen Umsturz in Ägypten herbeiführen wollen.

Das Treffen zwischen Mubarak und General Beshir war überraschend von Kairo nach Sharm el Sheikh verlegt worden, wo zunächst keine Journalisten anwesend waren. Zur Begründung hieß es, die sudanesische Maschine habe wegen des seit Samstag tobenden Sandsturms nicht in Kairo landen können.

Das Beshir-Regime hatte mit der Auslieferung des weltweit gesuchten Top-Terroristen Illich Ramirez Sanchez alias "Carlos" bereits vergeblich versucht, seine internationale Isolation zu durchbrechen. Der Sudan steht an der Spitze der Liste der Länder, die nach Einschätzung der USA den Terrorismus unterstützen. (APA/dpa)

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