Neue Gerüchte um UTA-Übernahme durch Telefonica

14. Mai 2001, 13:52
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UTA: "No comment" - UTA baut bis Jahresende 11 Prozent der Mitarbeiter ab

"Die Swisscom hat im Moment nicht im Sinn, die UTA zu verkaufen", kommentierte die Swisscom-Pressestelle heute, Montag, auf APA-Anfrage den vom Monatsmagazin "Format" in der aktuellen Ausgabe veröffentlichten Bericht über den geplanten Verkauf des österreichischen Festnetz- und Internetbetreibers UTA durch die Swisscom an die Telefonica. Derzeit hält die Swisscom 45,5 Prozent und eine Aktie an der UTA.

"No comment"

Die Gerüchte über einen von der Swisscom gewünschten Ausstieg bei der UTA schwirren seit Monaten in der Telekom-Branche herum. Das "Format" schreibt in seiner aktuellen Ausgabe, dass die Swisscom sich nun definitiv entschieden habe, aus der UTA auszusteigen. Eine Einigung der UTA-Gesellschafter mit Telefonica sei nur noch eine Frage der Zeit. "No comment", hieß es heute, Montag, dazu hingegen aus der UTA auf APA-Anfrage.

Beteiligungen

Im Bericht heißt es weiter, dass der Deal bisher am Widerstand der neun österreichischen Landesstromversorger gescheitert sei. Jetzt seien aber auch sie zur Abgabe von Anteilen bereit, wenn die Konditionen passen. Deren Preisvorstellungen orientierten sich an jenen 13 Mrd. S (945 Mill. Euro) Gesamtwert für die UTA, die auch dem Einstieg von Raiffeisen im November 2000 zu Grunde lagen. Die Stromversorger sind mit 45,5 Prozent minus einer Aktie an der UTA beteiligt, die restlichen 9 Prozent hält die Raiffeisengruppe.

Dass der bisherige UTA-Chef Kurt Lüscher mit Juni zur Telefonica-Tochter 3 G Mobile, die im November eine UMTS-Lizenz in Österreich ersteigert hatte, wechselt, habe nichts mit diesen Gerüchten zu tun, sagte UTA-Pressesprecher Martin Halama zur APA.

UTA baut bis Jahresende 11 Prozent der Mitarbeiter ab

Zusätzlich wurde bekannt, dass UTA wird bis Ende 2001 rund 11 Prozent des Personals abbauen und die Mitarbeiterzahl damit von derzeit 627 auf 557 Personen reduzieren, bestätigte UTA-Pressesprecher Martin Halama am Montag einen entsprechenden Bericht des Wochenmagazins "Format". Das Ziel des Abbau sei es, Kosten zu reduzieren und Prozesse zu straffen, um das Unternehmen für künftige Herausforderungen fit zu machen. (APA)

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