"Kleiner Mann" gegen Einwanderung

13. Mai 2001, 10:34
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Neue Umfrage zu schwelender Problematik

Wien - Österreich ist nach Ansicht von 54 Prozent der Bevölkerung kein Einwanderungsland. Nach einer im "Format" veröffentlichten OGM-Umfrage sind vor allem SPÖ- und FPÖ- Sympathisanten, also der in Wahlkämpfen so heiß umworbene "kleine Mann", dieser Ansicht. Dagegen meinen Wähler von ÖVP und Grünen mehrheitlich, Österreich sei ein Einwanderungsland, die demografische Gruppe der so genannten "Opinion-Leader" generell deutlich.

Ebenfalls überwiegend abgelehnt wird von den Österreichern eine gezielte Zuwanderung ausländischer Arbeitnehmer zur Linderung eines von Wirtschaftsforschern für 2005 prognostizierten deutlichen Arbeitskräftemangels. 52 Prozent der Befragten sprechen sich dagegen aus, erneut vor allem Anhänger von SPÖ und FPÖ. Dagegen stimmen 77 Prozent der Opinion-Leader dieser Maßnahme zu.

Auch eine eventuelle Erhöhung der Quote bei der Zuwanderung von Schlüsselarbeitskräften findet nur geringe Unterstützung. Während 21 Prozent eine Steigerung befürworten, treten 24 Prozent für eine Senkung ein. 45 Prozent wollen, dass die Quote gleich bleibt. Bei den Opinion-Leadern argumentieren 59 Prozent für eine Steigerung.

Eine eventuelle Umbildung der Bundesregierung wird von 47 Prozent der Befragten mit "nicht notwendig" kommentiert - von 40 Prozent wird sie befürwortet. Bei den Opinion-Leadern wiederum befinden 60 Prozent eine Umbildung für notwendig, 36 Prozent sind gegenteiliger Ansicht. (APA)

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