REM in Köln von 40.000 Fans bejubelt

13. Mai 2001, 17:00
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"In erster Linie machen wir die Alben für uns selbst."

Köln - Die amerikanische Band R.E.M. will im nächsten Sommer wieder Konzerte in Deutschland geben. "Wir lieben die Open-Air-Saison. Es wäre schön, im nächsten Jahr dort aufzutreten", sagte R.E.M.-Gründungsmitglied Peter Buck (44) in einem dpa-Gespräch in Köln. Konkrete Pläne gebe es allerdings noch nicht. Die drei US-Rockmusiker absolvierten am Samstag vor dem Kölner Dom ihr einziges Europa-Konzert in diesem Jahr. Bei sommerlichen 22 Grad hat die Gruppe rund 40.000 Fans begeistert. R.E.M. wollen in der kommenden Woche nur noch einmal in Toronto in Kanada spielen.

Mit ihrem am Montag erscheinenden Album "Reveal" sind R.E.M. nach Worten von Bassist Mike Mills auch endgültig über den gesundheitsbedingten Ausstieg von Drummer Bill Berry hinweggekommen. "Wir sind jetzt eine neue Band. Eine Weile war es so, als wenn uns ein Bein fehlen würde. Aber das liegt jetzt hinter uns. Bill und wir sind aber immer noch Freunde." Der neue Schlagzeuger Joey Waronker sowie die Keyborder und Gitarristen Scott McCoughey und Ken Stringfellow, die R.E.M. seit 1999 auf Konzerten und im Studio unterstützen, hätten sogar andere musikalische Aspekte eingebracht.

Einen Erwartungsdruck von Seiten der Öffentlichkeit spürt eine der weltweit erfolgreichsten Gruppen der 90er Jahre dabei nicht. "Wir setzen uns bei jeder Platte schon selbst genug unter Druck, denn wir wollen immer das beste Album aller Zeiten produzieren", sagte Mills. Ansonsten müsse R.E.M. schließlich niemandem außerhalb der Band noch etwas beweisen. "In erster Linie machen wir die Alben für uns selbst." Darauf, ob die Fans eine CD letztlich gut finden, habe man als Musiker sowieso nur wenig Einfluss . (APA/Reuters)

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