EU und USA begrüßen Bildung einer Regierungskoalition in Skopje

11. Mai 2001, 22:47
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Boucher fordert Albaner-Rebellen zur Einstellung der Kämpfe auf

Brüssel/Washington - Die EU und die USA haben die Einigung der mazedonischen Parteien zu einer Regierung der Nationalen Einheit am Freitag begrüßt. In Brüssel drückte der Außen- und Sicherheitsbeauftragte der EU, Javier Solana, die Hoffnung aus, dass der Dialog zwischen den Bevölkerungsgruppen neuen Schwung erhalte. Die angekündigte große Koalition sei Ausdruck des Strebens nach einer politischen Lösung. Die Führer aller politischen Parteien bildeten nun eine gemeinsame Front gegen die drohende Destabilisierung. Die albanischen Rebellen seien nun vollständig isoliert, fügte Solana hinzu.

Die US-Regierung in Washington betonte, die zu bildende Regierung in Skopje müsse nun die notwendigen Reformen voran bringen. Zugleich rief der Sprecher des US-Außenministeriums, Richard Boucher, die albanischen Rebellen auf, die Kämpfe einzustellen und sich aus den von ihnen besetzten Dörfern im Norden des Landes zurückzuziehen. Am Nachmittag hatte das Büro des mazedonischen Ministerpräsidenten Ljubco Georgievski mitgeteilt, auch die bisher oppositionelle Albanerpartei für Demokratie und Wohlstand (PDP) habe einem Regierungsbeitritt zugestimmt. (APA)

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