Auch Backstreet Boys wollen auf Latino-Welle reiten

11. Mai 2001, 22:15
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Spanisch gesungene Liedern aber vorerst nicht geplant

Caracas - Auch die Backstreet Boys wollen künftig auf der Latino-Welle reiten. Schon bei den nächsten Kompositions-Arbeiten wolle man unter dem Eindruck der gegenwärtigen Lateinamerika-Tournee "Latino-Elemente" einfließen lassen, ließ die Boy-Gruppe aus Orlando im US-Staat Florida am Freitag vor ihrem Auftritt in Venezuelas Hauptstadt Caracas wissen.

"Wir waren jetzt nämlich das erste Mal in Ländern wie Brasilien, Venezuela oder Mexiko, und hatten dort die Chance, etwas von der Kultur dieser Orte kennen zu lernen", sagte Gruppen-Mitglied Howie D. "Besonders einige brasilianische Percussion-Bands haben uns tief beeindruckt", verriet er. Man wolle bei künftigen Arbeiten deshalb mehr Trommeln und Schlagzeug einsetzen, eine CD mit auf Spanisch gesungenen Liedern sei vorerst aber eher unwahrscheinlich, meinte Howie D., der selbst lateinamerikanischer Abstammung ist.

"Wenn wir auf Spanisch singen sollten, werden danach die Italiener kommen und uns nach Liedern in ihrer Sprache bitten, und danach werden die Deutschen antanzen, und so weiter und so fort", befürchtet Brian. Kevin fügte hinzu, man denke für die künftige Entwicklung der Gruppe unter anderem auch in Richtung der Gruppe "Earth, Wind and Fire".

Howie, Kevin, Nick, A.J. und Brian wollen nach eigenen Angaben als Musiker "jedes Jahr weiter wachsen" und irgend wann einmal ihre Stücke selbst produzieren. Die Gruppe wollte sich an diesem Wochenende nach zumeist ausverkauften Auftritten vor Zehntausenden in Argentinien, Chile, Brasilien und Mexiko sowie im venezolanischen Maracaibo zwei Mal in Caracas präsentieren. Überall in Lateinamerika campten Fangruppen tagelang vor den Veranstaltungsorten, um die besten Plätze in unmittelbarer Nähe der Bühne zu ergattern. (APA/dpa)

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