Bush will hohen Benzinpreisen mit Steuersenkung begegnen

11. Mai 2001, 21:58
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Energieknappheit lässt Umfragewerte sinken

Washington - US-Präsident George W. Bush betrachtet Steuersenkungen kurzfristig als das beste Mittel, um den hohen Benzinpreisen in den USA zu begegnen. Der beste Weg sei, den Leuten mehr von ihrem eigenen Geld zu geben, damit sie die höheren Energiekosten bezahlen könnten, sagte Bush, der früher selbst im Ölgeschäft tätig war, am Freitag vor Journalisten in Washington. Mittelfristig müssten die USA ihre Kapazitäten ausbauen. Vor allem Raffinerien fehlten. Auch Energiesparen sei wichtig, reiche jedoch nicht aus, um eine unabhängige Energieversorgung sicherzustellen. Angesichts der steigenden Energiepreise geht die Zustimmung zur Politik des Republikaners in der US-Bevölkerung zurück.

Laut der jüngsten Umfrage im Auftrag des TV-Senders CNN billigen derzeit 53 Prozent Bushs Arbeit. Vergangenen Monat waren es noch 62 Prozent. 58 Prozent machten sich ernsthafte Sorgen über die Energieknappheit. Im März waren es noch 31 Prozent. 91 Prozent befürworteten den Ausbau von alternativen Energien. 63 Prozent waren dafür, nach Öl zu bohren, allerdings nicht wie geplant in einem Naturreservat in Alaska. 48 Prozent plädierten dafür, die Atomkraft wieder stärker zu nutzen. An der Umfrage mit einer Fehlermarge von drei Prozentpunkten nahmen 1005 Bürger teil. (APA)

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