G-8-Staaten sagen Krankheiten in armen Ländern den Kampf an

11. Mai 2001, 21:38
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Rom - Die sieben führenden Industriestaaten und Russland (G-8) wollen bei ihrem nächsten Gipfeltreffen im Juli in Italien einen Fonds einrichten, mit dem die Versorgung der Menschen in den armen Ländern mit Medikamenten verbessert werden soll. Das kündigte der italienische Ministerpräsident Giuliano Amato am Freitag vor Journalisten in Rom an.

Der Kampf gegen Krankheiten wie Aids, Malaria und Tuberkulose werde bei dem Gipfel eine wichtige Rolle spielen, sagte Amato. Das Treffen der G-8 findet vom 20. bis 22. Juli in Genua statt. Mit Blick auf den geplanten Fonds sagte Amato, es sei nicht nur wichtig, dass Medikamente zu vernünftigen Preisen bereitgestellt würden. Es müsse auch gewährleistet sein, dass die Medikamente richtig angewendet würden. Amato zufolge sollen freiwillige Helfer in die armen Länder entsandt werden, die dafür sorgen sollen, dass die Medikamente die Bedürftigen erreichten.

Der G-8-Gipfel wird sich nach den Worten des italienischen Ministerpräsidenten neben dem Kampf gegen Armut und Krankheit in der Dritten Welt auch mit dem Thema Schuldenerlass für diese Länder, mit Umweltpolitik, der Weltwirtschaft sowie dem Nahostkonflikt und der Krise auf dem Balkan befassen. (APA/AP)

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