Breite Front gegen neues Uni-Dienstrecht

11. Mai 2001, 20:58
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ÖGB, AK und Buko für "zukunftsweisende Uni-Politik"

Wien - Am Freitag formierte sich erneut Widerstand gegen ein neues Uni-Dienstrecht. Die gesetzliche Vertretung der Universitätsassistenten, die Bundeskonferenz des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals (Buko), weist den Dienstrechtsentwurf "mit Nachdruck zurück". Ebenso abgelehnt wird der Entwurf von der Hochschullehrer-Gewerkschaft.

Als Hauptziel des Entwurfes ortet die Assistentenvertretung "die Räumung von circa 3500 Mittelbaustellen, damit die Monokraten einer ausgegliederten Uni Handlungsspielräume vorfinden". Die Uni-Lehrer-Gewerkschaft begründet ihre Ablehnung damit, dass das neue Dienstrecht nicht isoliert betrachtet werden könne, sondern in Zusammenhang mit der geplanten Vollrechtsfähigkeit und der so genannten "Standortbereinigung" gesehen werden müsse. Diese würden die Unis "in ihren Grundstrukturen zerschlagen".

In einer Stellungnahme des Gewerkschaftsbund, der Arbeiterkammer und der Buko werden "betriebsähnliche Organisationsmodelle" für die Unis abgelehnt und eine breite Diskussion über die Uni-Reform gefordert. (DerStandard,Print-Ausgabe,12.5.2001,red)

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