54. WHO-Generalversammlung: Aktive Gesundheitsförderung als Ziel

11. Mai 2001, 21:38
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Jahreskonferenz der Weltgesundheitsorganisation - Staatssekretär Waneck nimmt teil

Genf - Aids, Säuglingsernährung, Tabakkonsum sowie die Sensibilisierung der Mitgliedsstaaten für die aktive Propagierung der Gesundheitsförderung stehen im Vordergrund der diesjährigen WHO-Generalversammlung in Genf (14. bis 22. Mai). Bei der am Montag beginnenden Konferenz wird sich Gro Brundtland, Generaldirektorin der Organisation in ihrer Eröffnungsrede vor allem Maßnahmen zur Bekämpfung von so genannten Armutskrankheiten widmen. Von österreichischer Seite wird an der WHO-Generalversammlung Gesundheits-Staatssekretär Reinhart Waneck teilnehmen.

Gewalt und Gesundheit, die Ausmerzung der Kinderlähmung sowie die Auswirkungen von abgereichertem Uran auf die Gesundheit sind weitere Themen der Jahresversammlung. Eine Reihe von Rundtischgesprächen sind der psychischen Gesundheit gewidmet, darunter auch Fragen wie soziale Benachteiligung und die Verletzung von Menschenrechten.

Schließlich hat die Versammlung der Delegationen aus 191 Mitgliedstaaten der WHO auch über das Budget der Organisation für die Jahre 2002 und 2003 zu entscheiden. Es geht darum, ob das Zwei-Jahres-Budget mit der Inflationsrate wachsen oder auch nominell gleich bleiben soll.

Ein wichtiger Punkt bei den Beratungen wird auch der Stand bei den Bemühungen sein, weltweit die Kinderlähmung auszurotten. Im Jahr 1988 hatte es noch rund 350.000 Polio-Erkrankungen gegeben, 1999 waren es 7.141 gewesen. Im Jahr 2000 wurden weltweit nur noch rund 3.500 Fälle registriert. Am schwierigsten sind aber letzten Anstrengungen bis zur Ausrottung der Krankheit. (APA/sda)

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