"Goldene Feder" für Götz George, Gottschalk und Otto

11. Mai 2001, 21:13
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"George ist einer der größten deutschen Charakterdarsteller"

Der Schauspieler und TV-Kommissar Götz George ist für sein Lebenswerk mit dem Medienpreis "Goldene Feder" der Hamburger Bauer Verlagsgruppe ausgezeichnet worden. Mit George wurden am Freitagabend in Hamburg TV-Showmaster Thomas Gottschalk, Entertainer Otto Waalkes, Chefredakteur Giovanni die Lorenzo und TV- Moderator Dieter Thomas Heck in verschiedenen Kategorien bedacht. Die Verlagsgruppe vergibt die "Goldene Feder" seit 1992 und lud dazu auch diesmal mehr als 400 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Unterhaltung und Medien ein. Im Vorjahr war der Schlagersänger und Komponist Udo Jürgens für sein Lebenswerk geehrt worden.

Mit der Wahl von Götz George zeichne die Bauer Verlagsgruppe "einen der größten deutschen Charakterdarsteller aus, der seit mehr als 40 Jahren auf der Bühne sowie in vielen Fernseh- und Kinofilmen Erfolge feiert". Ein Millionenpublikum hat sich George als raubeiniger TV-Kommissar Schimanski erobert. Aber auch mit Kinofilmen wie "Der Totmacher", in dem er den Massenmörder Fritz Haarmann spielte, oder der Hitler-Tagebuch-Satire "Schtonk" verdiente sich der 62-Jährige seine Meriten. In seinen Beruf wurde George als Sohn des berühmten Schauspielerehepaares Heinrich George und Berta Drews hineingeboren. Schon als Elfjähriger stand er als Hirtenjunge auf der Bühne, der er mit Gastspielen und Tourneen treu blieb.

Aus der Unterhaltungsbranche kamen gleich drei Preisträger. In der Kategorie "TV" würdigte die Jury das vielseitige Talent von Thomas Gottschalk. Als Moderator von "Wetten dass...? trat er in seiner Sendung auch als Sänger auf, und als Werbungtreibender ist er ebenfalls einem Millionenpublikum bekannt. Entertainment im "besten Sinne" liefert laut Jury Otto Waalkes: auf der Bühne, auf Platten und CDs, in Büchern, Comics und Filmen bringe er Millionen Menschen zum Lachen - auch dafür gab es die "Goldene Feder". Einen Sonderpreis erhielt der frühere "Hitparaden"-Moderator Dieter Thomas Heck für sein karitatives Engagement, dass er mit Wohltätigkeitssendungen für die Deutsche Krebshilfe oder die Aktion Mensch zum Ausdruck bringt.

Die "erfolgreiche Modernisierung" der in Berlin erscheinenden Zeitung "Der Tagesspiegel" brachte Chefredakteur Giovanni di Lorenzo den Medienpreis in der Kategorie "Print" ein. Der Autor wurde zudem für seine eigene journalistische Arbeit gewürdigt. (APA/dpa)

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