J.P. Morgan ruft Jahrzehnt der europäischen Aktien aus

11. Mai 2001, 17:04
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Euro-Einführung und Fusionswelle lassen Märkte profitieren

Wien - Überproportionales Gewinnpotenzial für die europäischen Aktienmärkte orten die Experten des Investmenthauses J.P. Morgan Fleming Asset Management. Europa biete Investoren auf Zehn-Jahres-Sicht die besten Anlagemöglichkeiten, heißt es in einer Presseaussendung des Instituts. "In den 90er Jahren haben US-amerikanischen Aktien die besten Ergebnisse erzielt. Die 80er Jahre gehörten Japan. Diese Dekade wird unseres Erachtens von Europa dominiert werden", so der Chef des Bereichs Aktien Europa, Andrew Spencer. "Europas Wirtschaft ist jetzt so groß wie die der USA. Massive Unternehmensrestrukturierungen und eine deutlich verbesserte Wettbewerbsfähigkeit sorgen für Kursfantasie."

Die Einführung des Euro wird die europäischen Märkte beflügeln, so Spencer. "Die durch die gemeinsame Währung zunehmende Preis-Transparenz wird zur Kostenreduzierung beitragen und somit die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen erhöhen. Die Unternehmensgewinne werden steigen und mit ihnen der Lebensstandard und die Nachfrage", so Spencer. Die strengen Anforderungen der Europäischen Zentralbank an die Euro-Mitgliedsländer hätten zudem ein makroökonomisches Umfeld geschaffen, in dem niedrige Zinsen und Inflationsraten zur Norm geworden sind.

Fusionswelle

Der zunehmende globale Wettbewerb zwinge die Unternehmen zudem dazu, ihre Marktposition zu stärken. "Auf Europa rollt eine Fusionsrolle zu", sagt Spencer, "Anlegern bieten sich hier viel versprechende Investmentchancen." Positiv werde sich auch die demographische Entwicklung auf Europas Aktienmärkte auswirken. Die Altersstruktur der Bevölkerung zwinge die Regierungen dazu, sich von den klassischen Rentenmodellen zu trennen. "Dies wird die Nachfrage nach Aktien- und Fondsinvestments deutlich erhöhen", ist Spencer überzeugt.

Potenzial für Small Caps

Besonderes Kurspotenzial ortet J.P. Morgan bei europäischen Nebenwerten (Small Caps). "Viele der weltweit dynamischen und kreativsten Unternehmen sitzen in Europa", so Spencer. "Oft handelt es sich dabei um kleinere und mittlere Unternehmen. Nach den Korrekturen der letzten Monate finden sich hier echte Schnäppchen." In diesem Segment investiert der Nebenwertefonds "FF-European Smaller Companies". Zu den größtem Einzelpositionen des Fonds zählen Hugo Boss, Kuoni, Leica Geosystems und Eniro. (APA)

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