Gruner + Jahr dementiert Zeitungsverkauf

13. Mai 2001, 11:28
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Keine Verhandlungen mit WAZ-Gruppe

Der Vorstandsvorsitzende des zum Bertelsmann-Konzern gehörenden Verlags Gruner + Jahr (G+J), Bernd Kundrun, ist Spekulationen über einen Verkauf von Zeitungstiteln an die Essener WAZ-Mediengruppe entgegengetreten. "Es gibt keinerlei Verhandlungen von Gruner + Jahr oder Bertelsmann mit der WAZ-Gruppe über eine Veräußerung von Titeln aus dem Zeitungs- oder Zeitschriftenbereich von Gruner + Jahr", sagte Kundrun, der auch Vorstandsmitglied der Bertelsmann AG (Gütersloh) ist, am Freitag in Hamburg.

"Der Wahrheitsgehalt von Spekulationen über ein Dreiecksgeschäft zwischen G+J/Bertelsmann/WAZ-Gruppe wird dadurch nicht größer, dass diese ständig wiederholt werden", so Kundrun weiter.

Die WAZ denkt darüber nach, ihren Anteil von 7,4 Prozent an der von Bertelsmann dominierten RTL Group - Europas größtem TV- und Radiokonzern - zu verkaufen. Bertelsmann hat ein Vorkaufsrecht. WAZ-Geschäftsführer Erich Schumann sagte am Donnerstag in einem Interview des Branchendienstes "kressreport", über den Verkauf gebe es jedoch keine Entscheidung. In den Medien war spekuliert worden, dass die im Zeitungsgeschäft engagierte WAZ sich ihre Anteile durch die Übernahme von Zeitungsobjekten aus dem Hamburger Verlag Gruner + Jahr bezahlen lassen könnte. "No comment", lautete dazu Schumanns Stellungnahme in dem Interview. (APA/dpa) ks/mg/bm

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