Hauskatze gehört zu den gefährlichsten 100 Tierarten

11. Mai 2001, 15:49
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Bösewicht Nummer Eins bleibt der Bockkäfer

Genf - Die Hauskatze ist von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als eine der 100 gefährlichsten Tiere für andere Arten eingestuft worden. Wenn Hauskatzen ausgesetzt würden, könnten sie in fremden Lebensräumen andere Tiere, wie beispielsweise Vögel, ausrotten, sagte Jack McNeilly vom IUCN in Genf.

Hase, Maus und Schiffsratte

In der Liste der "100 gefährlichsten Invasoren" in andere Lebensräume sind außerdem der Hase, die Maus, die Schiffsratte und der Kletterbeutler Fuchskusu (Trichosorus vulpecula) aufgeführt. Große Schädlinge in fremden Biotopen seien der Nilbarsch und im afrikanischen Viktoria-See die Wasserhyazinthe.

Alle diese Arten seien wie ein "unerwünschter Stiefbruder" und könnten "wie die Pest" auf andere Ökosysteme wirken, sagte McNeilly. Die Schäden seien groß.

Räuberische Ameise

Die auf die Weihnachtsinseln im Indischen Ozean eingeschleppten räuberische Ameise Anoplolepis gracilipes habe beispielsweise drei Millionen Landkrabben in eineinhalb Jahren getötet. Diese Krabben spielten zuvor eine wichtige Rolle im Ökosystem der Inselgruppe.

Als Grund für die weltweite Sorge gab McNeilly das Wachstum des Welthandels an. Durch Container, aber auch Schiffe und deren Ballastwasser werden Tierarten in fremde Lebensräume eingeschleppt. Dort richten sie oft verheerende Schäden an.

Eine der schlimmsten Plagen ist der Bockkäfer

Eine der schlimmsten Plagen hat nach den Worten von Neilly der Bockkäfer Anoplophora glabripennis ausgelöst, der von China über Europa nach Nordamerika gekommen war. Im Gegenzug richteten Grassamen aus Nordamerika große Schäden in China an. (APA)

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