Telekom Austria droht unliebsamer Klägerin mit Kündigung

11. Mai 2001, 14:53
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51-jährige Tirolerin will weiter gegen umstrittene Personalpolitik vorgehen

Wien - Der Streit zwischen der Telekom Austria (TA), die bis 2005 rund 5.000 ihrer 15.000 Mitarbeiter abbauen will, und einer 51-jährigen Tiroler TA-Mitarbeiterin geht in die nächste Runde. Elfriede M. hat im April beim Innsbrucker Landesgericht eine Klage gegen die TA wegen der umstrittenen Personalpolitik eingebracht, nun droht die TA mit Kündigung. Unterstützung erhält die TA-Mitarbeiterin von der Arbeiterkammer Tirol, für die es "klar auf der Hand" liegt, dass die Musterklage das Motiv für eine Kündigung ist.

Beschäftigt oder arbeitslos?

Elfriede M. führt mit Unterstützung der AK gegen ihren Arbeitgeber eine Musterklage zur "Feststellung des Bestehens bzw. Nichtbestehens eines Arbeitsverhältnisses". Die Klägerin war - zusammen mit den 15.000 Mitarbeitern der TA - in die TAP ausgegliedert worden. Die Aussichten, wieder angestellt zu werden, stehen nach Angaben der Klägerin schlecht. Andererseits ist es der Klägerin eigenen Angaben zufolge nicht möglich, eine andere Arbeit zu suchen, da sie "offenbar immer noch angestellt" sei.

Über die Mitarbeiter-Ausgliederung will die TA den geplanten Personalabbau leichter bewerkstelligen, 10.000 Mitarbeiter sollen laufend wieder in das Unternehmen rückgeführt, die restlichen 5.000 mit Hilfe eines Sozialplans abgebaut werden. Der TAP wird jetzt vorgeworfen, nur zum Personalabbau gegründet worden zu sein. Die TAP habe "keine anderen Betriebstätigkeiten", das "Führen" bzw. der "Abbau von Personal" könne "kein Betriebszweck" sein, meinte etwa der Arbeitsrechtsexperte Jürgen Berger . Eine Übertragung des Personals in die TAP sei "nur möglich, wenn auch die Arbeitssubstanz mit übertragen" werde. (APA)

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