Steirische und NÖ-Wassertechnik-Fusion

11. Mai 2001, 19:23
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Steirische Hereschwerke und DIGI-Technik planen Börsengang

Graz - Eine Fusion auf Grund von Exporterfolgen zweier bisher getrennt agierender Unternehmen kommt dieser Tage zu Stande. Die steirischen Hereschwerke Regeltechnik GmbH (Wildon) und die niederösterreichische DIGI-Technik werden zur DIGI Technologies zusammengehen. Die Firmenbuch-Eintragung ist zwar noch nicht erfolgt, die Willenserklärung beider Firmen aber bereits unterzeichnet. Das neue Unternehmen beschäftigt sich mit Abwassertechnik und Wasserversorgung, Industrie-Automation und Industrie-Elektrotechnik, zählt 230 Mitarbeiter und peilt mittelfristig einen Börsegang an.

Die Entwicklung und die Exportlage beider bisher in einem Firmenverband geführten Unternehmen macht es laut Regeltechnik-Geschäftsführer Gilbert Frizberg notwendig, die bisherige Partnerschaft in eine Fusion zu verwandeln. Am Abwassertechnik- und Wasserversorgungsautomations-Sektor gehören die beiden Firmen nach Eigenangaben bereits zur heimischen Führungsspitze. Ziel der Fusion ist es, innovativstes Wassertechnikunternehmen in Österreich zu werden. Zu den weiteren Geschäftsfeldern gehören Industrieautomation (Leittechnik und Schaltanlagen) sowie die Industrie-Elektrotechnik, also die Installation elektronischer Komponenten. Ein viertes Betätigungsfeld soll künftig auch die Entwicklung und Anwendung von Informationstechnologien sein.

Gilbert Frizberg und Günter Freiberger als Geschäftsführer

Geschäftsführer der neuen DIGI Technologies, die in den kommenden Jahren die Börsefähigkeit erreichen soll, werden Gilbert Frizberg und Günter Freiberger, der Chef der in Ruprechtshofen bei Melk ansässigen DIGI-Technik. In das neue Unternehmen eingebracht werden die Hereschwerke Regeltechnik GmbH in Wildon, die DIGI Umwelttechnik GmbH sowie die Hereschwerke Eletrotechnik. Die Hereschwerke halten künftig knapp über 75 Prozent der Anteile an DIGI Technologies, Freinberger übernimmt die restlichen Anteile. Die Hereschwerke hatten im Geschäftsjahr 2000 einen Umsatz von rund 400 Mill. S (29,1 Mill. Euro). Der steirische Energieversorger Hereschwerke Energie GmbH ist von der Fusion nicht betroffen.

Die Auftragslage bezeichnete Frizberg als gut. Derzeit wird ein Projekt über 60 Mill. S für die Errichtung einer Wasserversorgungsanlage in der Volksrepublik China abgewickelt. Für einen 250-Mill.-S-Auftrag aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ist man Bestbieter. Ein weiterer Auftrag im Bereich Industrie-Automation in Puebla (Mexiko) ist ebenfalls zu bewältigen, weshalb auch der technische- und Führungskräftebereich von DIGI Technologies in naher Zukunft verstärkt werden soll. (APA)

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