Ach Eeeeeeros!

11. Mai 2001, 13:59
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Am 8. Juni ramazottelt es auf dem Salzburger Gaisberg - die Fans werden mit Shuttle-Bussen hoch gekarrt

Salzburg - Nun ist es fix: Das Open Air-Konzert des italienischen Barden Eros Ramazotti am 8. Juni auf der Zistelalm auf dem Salzburger Gaisberg findet statt. Veranstalter Hans Pongruber präsentierte am Freitag bei einer Pressekonferenz stolz den 22-seitigen Genehmigungsbescheid des Magistrates Salzburg. Um ein Verkehrschaos durch die bis zu 15.000 anreisenden Besucher zu verhindern, wird der Gaisberg am Tag des Konzertes für Pkw, Motorräder und Fahrräder gesperrt. Ein - im Kartenpreis inkludiertes - Shuttle-Service bringt die Musikliebhaber auf die Zistelalm.

Er wolle seit Jahren ein Konzert auf dem Gaisberg veranstalten, erklärte Pongruber. Mit Ramazzotti habe er nun einen Künstler, der zu diesem Ort hervorragend passe. Im Vorprogramm tritt Jovanotti auf. Die leicht ansteigende Naturarena auf rund 1000 Metern Seehöhe hinter dem Gasthof Zistelalm habe die Chance, eine "Kultarena" zu werden. Für das Konzert wird eine rund 60.000 Quadratmeter große Fläche abgesperrt. Man verzichte weitgehend auf Show-Effekte, um den Künstler zur Geltung kommen zu lassen, meinte Pongruber. Für ausreichend Gastronomie und Toilettenanlagen sei vorgesorgt.

Verkehrsprobleme

Das Verkehrskonzept, das gemeinsam mit der Firma Albus ausgearbeitet wurde, sieht Großparkplätze am Fuße des Gaisbergs und in der Stadt Salzburg vor. Rund 6000 Stellplätze sind vorhanden - mehr als von den Behörden vorgeschrieben. Von den Parkplätzen werden Busse im Zehn-Minuten-Takt auf die Zistelalm fahren. Das Shuttle-Service beginnt um 15.00 Uhr, das Vorprogramm des Konzertes startet um 19.00 Uhr. Man habe rund 60 Busse im Einsatz, bei Bedarf auch noch weitere in Reserve, sagte der Prokurist von Albus, Erich Schabhüttl, zu den Transportkapazitäten.

Um nach dem Konzert um 23.30 Uhr genügend Busse zur Verfügung zu haben, sammeln sich diese auf dem Parkplatz auf der Gaisberg-Spitze, um die Besucher rasch aufnehmen zu können. Etwas eineinhalb Minuten dauere es, bis ein Bus mit Fahrgästen voll sei, hat Schabhüttl ausgerechnet. Die Kapazitäten reichten aus, ist er überzeugt. Ein "After-Show-Programm" soll dafür sorgen, dass nicht alle Besucher gleichzeitig das Gelände verlassen. "Wenn Pkw's irgendwelche Staus erzeugen, bricht das System zusammen", appelliert Pongruber an die Vernunft der Gäste, die Gaisberg-Sperre zu respektieren. Auch alle Schleichwege habe man bei den Sperren berücksichtigt.

Die Kosten für das Open Air wollte Pongruber nicht nennen. Der Break Even liege um etwa 1000 Besucher höher als bei einem "normalen" Konzert, meinte er. Mit rund 11.000 Besuchern könne er kostendeckend arbeiten. Bis Freitag waren knapp 8000 Karten für das Open Air verkauft worden. Einen Monat vor der Veranstaltung wäre dies sehr gut, ist Pongruber zuversichtlich, dass das "Pilotprojekt" auch wirtschaftlich ein Erfolg wird. (APA)

Eros Ramazzotti: "Stilelibero-Tour", 8. Juni 2001, Gaisberg-Zistelalm, Beginn: 19 Uhr
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