Blumenwiese statt Rosenstrauß

11. Mai 2001, 13:51
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Pestiziden in Schnittblumen

Wien - Der traditionelle Muttertags-Rosenstrauß ist eine "Ökobombe", warnt der WWF . Bereits vor einigen Jahren wurden bei einem Test des WWF Schweiz in einem durchschnittlichen Blumenstrauß 17 verschiedene Pestizide gefunden. Vier davon gelten als extrem bzw. hoch gefährlich. Stichproben des WWF in den letzten Jahren bestätigen diese Ergebnisse.

Mit Pestiziden behandelt Der Großteil der in Österreich erhältlichen Schnittblumen stammt aus Holland, Israel, Ecuador, Kolumbien, Kenia, China und Thailand. Zumeist werden sie in geheizten Glashäusern gezogen, mit Pestiziden behandelt und in Kühlflugzeugen eingeflogen. Die Energieverschwendung bei der Produktion von Blumen sei enorm, so der WWF: Ein Muttertagsstrauß mit sieben heimischen Rosen hat so viel Erdöl verbraucht wie Produktion und Transport von 20 Kilo Äpfeln. Kommen die Blumen aus Ecuador, sei der Energieverbrauch fast noch einmal so hoch.

Der WWF rät daher vom klassischen Schnittblumenstrauß für die Mutter ab. "Kaufen Sie lieber biologische, saisongerechte Blumen auf dem Bauernmarkt - oder schenken Sie Ihrer Mutter einen Spaziergang zu einer Blumenwiese", empfiehlt Herbert Schaupp, Leiter von "Vorrang für Bio", der WWF-Initiative für Biolandbau: "Dort darf auch gepflückt werden." (APA)

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